Vorstudie
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Dieses Kurzgutachten dient der freien Information. Zitate daraus dürfen nur nach Rücksprache mit den Urhebern (Göken, Pollak und Partner, HB) veröffentlicht werden.
Zentrale Ergebnisse des Kurzgutachtens
Neugestaltung des Strom- und Gasnetzbetriebes als zentraler Baustein einer Energiewende in Oldenburg
Die Stadt Oldenburg kann durch den Aufbau einer Netzgesellschaft für den Betrieb des Strom- und Gasnetzes aktive Klimaschutzpolitik betreiben und obendrein eine Menge Geld erwirtschaften. Das ist das Ergebnis einer ersten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die vom Oldenburger Energierat bei der renommierten Bremer Wirtschaftsprüfer- und Beratungsgesellschaft Göken, Pollak und Partner in Auftrag gegeben wurde.
Zentrale Ergebnisse der Vorstudie sind:
- Die Stadt Oldenburg kann selbst oder per Beteiligungsmodell das Strom- und Gasnetz nachhaltig wirtschaftlich betreiben.
- Selbst bei den in der Untersuchung zu Grunde gelegten betriebswirtschaftlichen ungünstigen Rahmenbedingungen bzgl. Eigenkapitalausstattung und Netzkaufpreis können jährliche Überschüsse von mehreren Mio. Euro erwirtschaftet werden.
- Das ermittelte wirtschaftliche Ergebnis ist weiter optimierbar.
- Die Gründung einer Netzbetriebsgesellschaft kann als Start für weitere kommunale Gestaltungsmöglichkeiten dienen. Dies betrifft, nicht zuletzt auch entsprechend dem Vorbild anderer Städte und Kommunen: Den Einstieg in die Stromerzeugung, insbesondere mit ökologischer Ausrichtung, den Handel mit Energie (Ein- und Verkauf) und die Einflussnahme auf die Energieversorgungsstruktur in der Stadt durch den gezielten Aufbau von Nah- oder Fernwärmenetzen, etc.
Anlass für die Beauftragung der Bremer Beratungsgesellschaft durch den Energierat sind die ab Herbst 2011 in Oldenburg bevorstehenden Verhandlungen über einen Neuabschluss des Konzessionsvertrages und den damit verbundenen Betrieb des Gas- und Stromnetzes in der Stadt Oldenburg.
Der Oldenburger Energierat fordert, vor dem Hintergrund der aus seiner Sicht bisher in den politischen Gremien enttäuschend verlaufenden Beratungen, alle gegenwärtig und zukünftig im Stadtrat vertretenen Parteien auf, sich für die Vergabe einer umfassenderen Wirtschaftlichkeitsstudie durch die Stadt einzusetzen.
Oldenburger Energierat, 23.08.2011
